Herzlich Willkommen auf den Seiten der Klassen mit Ausrichtung nach  Maria Montessori

Seit dem Schuljahr 2008/2009 ist der B-Zug an der Mittelschule Schlanders der Zug mit der Ausrichtung  nach Maria Montessori.
Im laufenden Schuljahr 2012/2013 besuchen insgesamt 50 SchülerInnen die Montessoriklassen, in denen nach den Grundsätzen nach Maria Montessori gearbeitet wird.
Informationen über diese Unterrichtsform, aktuelle Projekte und Ausflüge, die Organisation der Freiarbeit und Vieles mehr erfahren Sie, wenn Sie in der Rubrik "Montessori" ein wenig weiter stöbern.

Viel Spaß dabei wünscht ...
... das Montessori-Redaktionsteam (bestehend aus SchülerInnen und Lehrpersonen)

                                                                                                                                                                         

Auszüge aus dem Leitbild der Montessori - Mittelpunktschulen

Kinder und Jugendliche lernen durch selbständiges Handeln, eigenständiges Üben und das Forschen und Entdecken innerhalb einer didaktischen Struktur. In der Freiarbeit wird dies den Kindern und Jugendlichen in hohem Maße gewährt.

Die Heranwachsenden lernen anhand von anschaulichen und begreifbaren Materialien in einer vorbereiteten Umgebung.

In den Klassenräumen stehen den SchülerInnen die Entwicklungs- und Lernmaterialien zur Verfügung. Diese Materialien ermöglichen das eigenständige Arbeiten und sind vorwiegend auf Selbstkontrolle aufgebaut. Sie nehmen in den offenen Regalen der Lernumgebung einen festen Platz ein. Nach Abschluss einer Arbeit räumen die SchülerInnen den eigenen Arbeitsplatz auf und stellen die Materialien an ihren Platz zurück.

In der Freiarbeit (welche in der Regel acht bis zehn Wochenstunden umfasst) wählen die SchülerInnen für eine bestimmte Zeit den Lerngegenstand, das Material, den Lernort und den Lernpartner weitgehend frei aus.

Die Lehrperson bietet Einführungen in die Materialien und Themenbereiche an und begleitet und beobachtet die SchülerInnen auf ihrem Lernweg, damit sie eigenständig die Welt und ihre Zusammenhänge entdecken können. Die Lehrkräfte beobachten das Kind bewusst und verhalten sich dabei zurückhaltend, damit das Kind aktiv werden kann. Durch die konsequente Individualisierung des Unterrichts stärken die Lehrpersonen das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen. Sie begleiten deren Lernaktivitäten mit Respekt und Achtung.

Die vorgeschriebenen Leistungsbeurteilungen in Noten werden durch lernziel- und kompetenzorientierte Lernstandsbeschreibungen ergänzt. Da Schulen mit Montessori-Ausrichtung staatliche Regelschulen sind, werden die Ziele der Rahmenrichtlinien des Landes berücksichtigt. Die Lernberatung, das Lerngespräch, die Schüler-SelbstReflexion und Selbsteinschätzung sind ein wesentlicher Teil der Bewertungsgrundlagen. Die Bewertung am Ende des Semesters erfolgt in Noten.

Die Freiheit der Wahl und das selbstbestimmte Arbeiten führen zur „Polarisation der Aufmerksamkeit“. Durch die Arbeit mit dem Material wird die Bewegung gelenkt und es stellt sich ein ruhiges und zielgerichtetes Arbeitsverhalten ein. Freiheit und Disziplin stellen den Rahmen dar, in dem die Kinder und Jugendlichen ihre Entscheidungskraft , ihr Verantwortungsgefühl und das soziale Lernen entwickeln. Die Grenzen der Freiheit sind an das Wohl der Gemeinschaft gebunden.

Die Eltern sind die wichtigsten Lernbegleiter ihrer Kinder und tragen auch für das schulische Lernen eine große Verantwortung; sie prägen über die Sozialisation die Einstellungen und die Haltungen ihrer Kinder. Die Eltern werden in die Grundsätze der Montessori-Pädagogik eingeführt. Den Lehrpersonen ist es ein Anliegen, die Eltern in Elternabenden, Hospitationen oder Lernentwicklungs-gesprächen über den Entwicklungs- und Lernprozess des Kindes zu informieren. Der Austausch mit den Lehrpersonen und die Mitarbeit bei Projekten, Schulfesten, Lehrausgängen u. ä. ermöglichen nicht nur eine rege Zusammenarbeit, sondern auch einen besseren Einblick in das Schulgeschehen.